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Rapid erkämpft sich in Grödig einen eher schmeichelhaften Punkt.

Foto: APA

Grödig - In der Untersbergarena hat man mit Sicherheit schon allerhand gesehen, Scouts aus Düsseldorf, Gladbach, Verona und Alkmaar hat man aber ebenso wenig schon gesehen wie Rapid. 4000 Zuseher waren wegen des ersten Gastspiels des Rekordmeisters gekommen, der die Premiere gegen Grödig in Runde sechs daheim mit 0:1 verloren hatte. Die Scouts waren wegen Philipp Zulechner da, wegen des zuletzt geschonten Torjägers der Salzburger, dessen Verkauf den Aufsteiger nach Angaben von Coach Adi Hütter schwächen, aber auch ziemlich stolz machen würde.

Zunächst machten Hütter aber alle seine Buben stolz, denn sie zerlegten Rapid spielerisch in alle traurigen Bestandteile. Das fiel umso leichter, als Coach Zoran Barisic nach dem strapaziösen 2:2 in der Europa League gegen Genk Steffen Hofmann, Branko Boskovic und Louis Schaub schonte. Marcel Sabitzer fiel blessiert aus.

Gegen den Rest kamen die Grödiger in den ersten 45 Minuten zu 10:2-Torschüssen, zu vielen Möglichkeiten, aber - das einzige Manko - nur zu einem Treffer. In der 14. Minute bediente Philipp Huspek den Spanier Tomi, der sich im Strafraum drehte und Jan Novota per Flachschuss bezwang.

Zulechner trifft vor Scouts

Zur Pause brachte Barisic Schaub und ein wenig Schwung in seine tote Truppe. Es wäre allerdings ein Hohn gewesen, wäre Guido Burgstallers Kopfballtreffer (49.) nicht aus Abseitsposition gefallen. Danach drängte Grödig auf die Entscheidung. Als Erster gab dem Drängen Harald Pichler nach, der den Ball an Tomi vertändelte. Der Spanier servierte Zulechner das elfte Saisontor (66.), die Scouts notierten alles.

Der Beobachter aus Düsseldorf war übrigens nicht Helmut Schulte, obwohl der 56-Jährige Sportdirektor Rapid mit Jahresende verlässt, um Fortuna Düsseldorf den Manager zu machen. Die Entscheidung habe ihm schlaflose Nächte bereitet, "aber es ist für mich besser, dieses Angebot anzunehmen." Bis 31. Dezember will Schulte für Rapid alles in seiner Macht stehende tun. Am Sonntag konnte er kaum fassen, dass nicht nur der unverdiente Anschlusstreffer durch Dominik Starkl gelang (74.), sondern dass es sogar noch zu einem Punkt reichte. Nach einem Foul von Dominique Taboga an Schaub im Strafraum glich der eingewechselte Hofmann per Elfer zum 2:2 aus (85.). Ein derart unglückliches und, ja, dummes Remis hat die Untersbergarena noch nie gesehen. (lü, DER STANDARD, 11.11.2013)

Fußball-tipp3-Bundesliga (15. Runde):

SV Grödig - SK Rapid Wien 2:2 (1:0)

Untersbergarena, 3.256, SR Schörgenhofer

Tore: 1:0 (14.) Tomi

2:0 (66.) Zulechner

2:1 (74.) Starkl

2:2 (85.) S. Hofmann (Foul-Elfer)

Grödig: Stankovic - Potzmann, Cabrera, Taboga, Zündel - M. Leitgeb, Tschernegg - Huspek, Tomi (87. Elsneg), Salamon - Zulechner (81. Trdina)

Rapid: Novota - Trimmel, Sonnleitner, Pichler, Palla - Petsos, Behrendt, Wydra (46. Schaub) - Starkl, Boyd (74. Grozurek), Burgstaller (81. S. Hofmann)

Gelbe Karten: keine bzw. Pichler, Petsos