Wer vor 12 Monaten auf die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) gesetzt hat ‑ etwa über den Solactive BRIC Performance-Index (Euro) oder auch den S&P BRIC 40 (Euro) Index ‑, freut sich bereits über eine schwarze Null beim Anlageergebnis. Die Sorge über eine mögliche schnelle Rückkehr der US-amerikanischen Notenbank FED zu einer restriktiveren Geldpolitik hat zur Repatriierung von Geldern aus dem Ausland, insbesondere den Emerging Markets, geführt und die regionalen Indizes und Währungen zwischenzeitlich kräftig ins Minus gedrückt.

Eine Ausnahme stellen die E-Commerce Unternehmen der BRIC-Staaten dar. Zieht man etwa den Solactive BRIC E-Commerce Index heran, der die größten Unternehmen der BRIC-Staaten vereinigt, die etwa als Einkaufsportale, Nachrichtenvermittler oder Marktplatzbetreiber fungieren, ergibt sich ein gänzlich anderes Bild: Der Index konnte in den letzten 12 Monaten knapp 50 Prozent zulegen – bei einer moderaten Volatilität von 18 Prozent.

US-Dollar-Währungsrisiko beachten

Der vom Indexanbieter Structured Solutions entworfene, marktkapitalisierungsgewichtete Solactive BRIC E-Commerce Index wird als Performance-Index berechnet und reinvestiert daher – analog zum DAX – die ausgeschütteten Dividenden. An den halbjährlichen Anpassungsterminen im Juni und Dezember wird ein Auswahlpool mit maximal 25 Unternehmen definiert, in den maximal 6 Gesellschaften aus Indien, 9 aus China und je 5 aus Brasilien und Russland aufgenommen werden. Jedes Land kann per Stichtag maximal 35 Prozent, jede Aktie maximal 25 Prozent Indexgewichtung einbringen.

Aktuell sind lediglich 10 Aktien im Index vertreten: 51Job, Baidu, CTrip, Sina, Sohu und TenCent aus China (insgesamt 38 Prozent der Indexgewichtung), weiterhin HCL Technologies und Wipro aus Indien (35 Prozent), CIA Brasileira de Distribuicao aus Brasilien (17 Prozent) und Mail.ru aus Russland (10 Prozent). Da der größere Teil der Aktien in Form von ADRs an US-amerikanischen Börsen gehandelt wird, übernehmen Anleger im Index ein Währungsrisiko. Das Open End Index-Zertifikat der HVB mit der ISIN DE000HV1BEC9 bildet diesen Index – abzüglich einer jährlichen Management- und Indexgebühr von insgesamt 0,75 Prozent ‑ im Verhältnis 10:1 ab. Die Geld-Brief-Spanne liegt bei 2 Prozent.

ZertifikateReport-Fazit

In den BRIC-Staaten liegt der Anteil des Internet-Handels deutlich niedriger als etwa in Europa und den USA. Dies liegt unter anderem daran, dass bisher wesentlich weniger Menschen Zugang zum Internet haben. Risikobewusste Aktienanleger können mit diesem Zertifikat diversifiziert auf die mittel- bis langfristige Aufwärtsbewegung der BRIC Internet- und E-Commerce-Unternehmen setzen.