Innsbruck - Im Fall der Anfang Oktober tot aus dem Inn geborgenen, 21-jährigen Tirolerin Larissa B. rechnet die Innsbrucker Staatsanwalt für "Anfang nächsten Jahres" mit einer Anklage gegen den des Mordes verdächtigen Freund der jungen Frau. Dies sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Hansjörg Mayr, am Montag.

Dem vorliegenden Obduktionsbericht zufolge sei Larissa den Erstickungstod gestorben, erklärte Mayr. Zudem sei die bekannte psychiatrische Sachverständige Adelheid Kastner beauftragt worden, ein psychiatrisches Gutachten über den 24-jährigen Tatverdächtigen einzuholen. Nähere Informationen zum Stand der Ermittlungen wollte der Sprecher nicht geben.

Der Freund Larissas war am 26. September wegen Mordverdachts festgenommen worden. Laut Tiroler Landeskriminalamt gestand er, die 21-Jährige in der Nacht auf den 14. September in seiner Wohnung erwürgt, sie in der Tiefgarage in den Kofferraum seines Wagens gelegt und zum Inn gebracht zu haben.

Das Motiv für die Tat war vorerst unklar. Laut den Ermittlern sagten verschiedene Zeugen aus, dass es am Abend vor dem Verschwinden der jungen Frau zwischen den beiden einen Streit gegeben haben soll. Am 6. Oktober bargen schließlich Wasserretter im Zuge einer groß angelegten Suchaktion die Leiche der jungen Frau. (APA, 11.11.2013)