Wien - Die Hinausdrängung der Minderheitsaktionäre aus dem Verpackungskonzern Constantia Packaging im Jahr 2010 beschäftigt weiterhin die Justiz. Es geht um Barabfindung, die betroffene Aktionäre für viel zu niedrig halten. Am Montag fand dazu in Wien vor einem Expertengremium des Firmengerichts eine Verhandlung statt - diese wurde am frühen Nachmittag ergebnislos beendet und auf Ende Jänner vertagt, sagte Anlegerschützer Wilhelm Rasinger.

Man brauche wohl noch eine zweite oder dritte Verhandlungsrunde. "Heute war man allgemein der Ansicht, dass das Gutachten eine sehr gute Grundlage für weiterführende Diskussionen ist", so Rasinger. Der Grazer Wirtschaftsprüfer Klaus Rabel kam im heurigen Oktober zum Schluss, dass der US-Investor One Equity Partners (OEP) dem Streubesitz 68,08 bis 71,82 Euro je Aktie zahlen hätte müssen. Tatsächlich betrug die Barabfindung 47 Euro.

"Ich habe bereits bei der Hauptversammlung am 24. August 2010 vorgeschlagen, man soll sich bei 60 Euro einigen. Das wurde damals brüsk zurückgewiesen", erzählte Rasinger. (APA, 11.11.2013)