Bei einem sehr geringen Anteil von Adrenalin-Fertigpens für Personen, die in Gefahr sind, eine heftige allergische Reaktion bis hin zum anaphylaktischen Schock zu bekommen, können technische Fehlfunktionen auftreten. Deshalb wurden die entsprechenden Chargen jetzt zurückgezogen, teilten die österreichischen Behörden am 11. November mit.

In Österreich sind insgesamt elf Chargen von "Jext"(R)-Autoinjektoren betroffen, es wurden insgesamt 6.883 dieser Adrenalin-Fertigspritzen des Herstellers Alk-Abello zur Verwendung durch Patienten ab Juni 2013 in Österreich ausgeliefert. Nach vorliegenden Daten umfasst der Rückruf europaweit 186.490 Autoinjektoren.

Bei einem Anteil von 0,04 Promille könnten in Realität ca. 67 Pens von dem Defekt betroffen sein, der trotz Auslösen zu keiner Injektion führt, sondern die Nadel im Gehäuse stecken lässt. In Österreich wären es statistisch ein bis zwei solcher Injektoren. Bisher wurden keine Zwischenfälle registriert.

"Jext" enthält eine sterile Adrenalinlösung in einem automatischen Injektionsgerät zur notfallmäßigen Injektion einer Einzeldosis Adrenalin in die Außenseite des Oberschenkels. Der Autoinjektor wird zur Notfallbehandlung einer plötzlichen, lebensbedrohenden allergischen Reaktion (Anaphylaktischer Schock) eingesetzt, die durch Insektenstiche oder -bisse, Nahrungsmittel, Arzneimittel oder körperliche Belastung ausgelöst wurde. Dementsprechend wäre im Fall des Falles ein Defekt ausgesprochen unerwünscht.

Die betroffenen Chargen sind Jext(R) 150 Mikrogramm: 907941, 846320, 804925, 785383 , Jext(R) 300 Mikrogramm: 898800, 862828, 829806, 810357, 800189, 785379, 780784.

Patienten mit solchen Autoinjektoren sollten die Chargennummer auf dem Pen kontrollieren und im Zweifelsfall ihre Apotheke bzw. den Arzt kontaktieren. (APA, 12.11.2013)