Schwechat - Für die am Donnerstag anstehenden Neun-Monats-Zahlen der Flughafen Wien AG erwarten die Analysten von Erste Group, Kepler und UBS einen Zuwachs beim Umsatz und beim Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Hingegen werden das Betriebsergebnis (EBIT) und der Nettogewinn weiterhin unter dem Vorjahr geschätzt. Verglichen mit den Halbjahreszahlen dürften die Abschläge gegenüber dem Vorjahr jedoch deutlich geringer ausfallen.

Die von der APA befragten Analysten rechnen mit einem Umsatzplus von rund drei Prozent auf 472,3 Mio. Euro und einem EBITDA-Zuwachs von neun Prozent auf 189,7 Mio. Euro. Diesen Zuwächsen stehen im Jahresvergleich Abschläge von fünf Prozent auf 97,5 Mio. Euro beim operativen Ergebnis (EBIT) und sieben Prozent beim Nettogewinn mit 67,0 Mio. Euro gegenüber. Im Halbjahr hatte der Flughafen beim Nettogewinn noch ein Minus von 16,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr berichtet.

Die Spezialisten von Kepler Cheuvreux erwarten, dass die jüngsten Passagierrückgänge durch gestiegene Gebühreneinnahmen und Erlöse in dem Segment Retail & Property mehr als ausgeglichen werden. Als Belastungsfaktor für das Betriebsergebnis (EBIT) verweisen die Analysten einmal mehr auf Abschreibungen für den neuen Terminal "Skylink".

Unter dem Strich prognostizieren die Wertpapierspezialisten ein Ergebnis nach neun Monaten von 67 Mio. Euro und somit über der Flughafen-Guidance für das Gesamtjahr von mindestens 65 Mio. Euro Nettogewinn. Vor diesem Hintergrund rechnen die Experten mit einer Bestätigung der Guidance für das Gesamtjahr.

Neben dem Zahlenwerk stehen für Kepler Cheuvreux auch noch die Aussichten im Retail & Property-Bereich im Fokus. Die Analysten der UBS ergänzen hierzu noch Hinweise hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Terminals 2. So stehe die Frage, ob dieser umgebaut oder gänzlich ersetzt wird, ebenfalls im Blickfeld der Anleger. (APA, 12.11.2013)