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Immer mehr Android-Apps lassen sich künftig ohne viel Aufwand auf Blackberry 10 portieren.

Foto: AP

Erst vor kurzem tauchten Vermutungen auf, Blackberry würde mit dem nächsten Update seines Betriebssystems seinen Nutzern den Zugang zu Google Play öffnen und die Clientsoftware für das Android-App-Angebot gleich mitbringen. Dies wurde von den Kanadiern umgehend bestritten. Jedoch gibt es andere Neuigkeiten im Bezug auf Blackberry und Android.

Wie das Unternehmen auf seinem Entwicklerblog verrät, erhält die integrierte Android-Runtime des Systems im kommenden Blackberry 10.2.1-Update eine Aktualisierung. Diese bringt zahlreiche Verbesserungen mit, die die Kompatibilität zu Android-Apps drastisch erhöhen.

Bluetooth-Support

Künftig soll auch Android-Software auf Blackberry laufen, die Bibliotheken in nativem Code mitbringen. Die Unterstützung ist dabei auf die von Google empfohlenen System Header und APIs ausgerichtet.

Auch Bluetooth-Support gibt es künftig für Programme für das Google-Betriebssystem. Bluetooth LE-Unterstützung (Low Energy) soll mit einem künftigen Update ebenfalls unterstützt werden.

MapView, Share-Funktion

Anwendungen, die MapView in der Version 1 verwenden, können auf Blackberry künftig auch eine Kartenansicht bieten. Diese wird allerdings nicht auf Basis von Google Maps, sondern Open Street Maps umgesetzt. Unterstützung für MapView v2 soll später folgen.

Auch das Share-Framework aus Android wird implementiert. Programme, die sich auf Googles System als Möglichkeit zum Teilen bestimmter Inhalte anbieten, werden nun erkannt und tauchen auch im Share-Menü von Blackberry 10-Apps auf. Zu guter Letzt funktioniert in Zukunft die Rechtschreibprüfung von Blackberry auch in Android-Apps.

Erleichterte Portierung

Kompatibilität soll bis Android 4.2.2, der zweiten Iteration von "Jelly Bean", gewährleistet sein. Programme müssen vor dem installieren auf Blackberry neu im .BAR-Format "verpackt" werden. Ziel von Blackberry ist es, die Portierung von Android-Programmen für das eigene System drastisch zu erleichtern. (red, derStandard.at, 14.11.2013)