Senkung des Eingangssteuersatzes, Erhöhung der Kinderbeihilfe oder Kinderfreibetrag, Entlasstung der Arbeitseinkommen: Wahlversprechen, die sechs Wochen nach der Wahl von SPÖ und ÖVP schon wieder zurückgenommen wurden. Grund ist ein Budgetloch, das am vergangenen Mittwoch auf 18,44 Milliarden Euro beziffert wurde. Beide Parteien wollen dennoch an ihrem Ziel festhalten, 2016 ein ausgeglichenes Budget zu erreichen. Um das zu schaffen, könnte auch die ÖVP, die im Wahlkampf neue Steuern strikt abgelehnt hat, den Forderungen der SPÖ nach einer "Millionärssteuer" oder der Wiederbelebung von Erbschafts- und Grundsteuer, nicht mehr abgeneigt sein.

Illustration: Maria von Usslar, Foto: AP

Wir möchten von Ihnen wissen, wie es weitergehen soll? Gibt es für steuerliche Entlastungen überhaupt Handlungsspielraum oder sollen Abgabenquoten für die nächsten Jahre eingefroren werden, um Defizite abzubauen? Sind Steuern auf Vermögen eine gerechte Forderung, um der Ungleichverteilung entgegenzutreten und wären Sie Millionär, würden Sie freiwillig einen Solidarbeitrag leisten?

Gerald John diskutiert mit Ihnen zum Thema Steuern und Finanzen am Freitag, den 15. November von 12:00 bis 13:00 im Forum von derstandard.at. Über Ihre Postings freuen wir uns natürlich auch schon jetzt. (red, derStandard.at, 14.11.2013)