Damaskus/Aleppo - Mitglieder der mit der Terrororganisation Al-Kaida verbündeten syrischen Rebellengruppe "Islamischer Staat in Syrien und der Levante" (ISIS) haben irrtümlich den Kommandanten einer verbündeten Einheit enthauptet. Mohammed Fares, Angehöriger der islamistischen Organisation Harakat Ahrar al-Sham, war bei Kämpfen um eine Armeebasis nahe Aleppo verwundet worden. ISIS-Kämpfer leisteten ihm erste Hilfe und brachten ihn in Sicherheit.

Zu diesem Zeitpunkt gingen sie davon aus, dass Fares Angehöriger einer Schiitenmiliz aus dem Irak sei, die für das Regime Baschar Al-Assads kämpft. Die ISIS-Kämpfer schnitten ihrem Gefangenen den Kopf ab und veröffentlichten ein Video, auf dem sie mit einem Messer und ihrer Trophäe zu sehen sind. Wenig später meldeten sich Mitglieder der Rebellengruppe "Harakat Ahrar al-Sham", die auf dem Video ihren Kommandanten erkannt hatten.

Mittlerweile hat sich ISIS für den Irrtum entschuldigt, meldet der "Daily Telgraph". Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London hatte bereits am Mittwoch erklärt, bei dem Toten handle es sich um einen Kämpfer der Opposition. (red, derStandard.at, 15.11.2013)