Wien - "Angelina Jolie und ich haben die gleichen Gene": Das ist die Headline eines aktuelles Sujets für die Generali Versicherung, das derzeit für Kritik sorgt. Die Kampagne kommt den Goldenen Hirschen, die den Etat wie berichtet seit kurzem betreuen.

"Genauer gesagt: das gleiche Gen. Genau wie in ihrer Familie ist auch in meiner Brustkrebs sehr häufig", heißt es in dem Inserat weiter. Und genau wie sie habe ich furchtbare Angst davor. Ob ich mir vorstellen kann, mir meinen Busen aushöhlen zu lassen und mit Silikon neu aufzufüllen? Jein. Kann ich es mir überhaupt leisten?. Nein. Also muss ich einfach warten, bis der Krebs kommt."

Mit Ängsten spielen und bedenkliche Startrends quasi legitimieren ... #Fail pic.twitter.com/v0nBJN7O2J

— S.M. Steinitz (@smsteinitz) November 13, 2013

Die deutsche Generali Gruppe distanziert sich via Twitter von dem Sujet und kündigt an, die Angelegenheit mit den "Kollegen von Generali Österreich" zu klären.

@smsteinitz Wir distanzieren uns von diesem Plakat und klären die Angelegenheit mit den Kollegen der Generali Österreich (rf)

— GeneraliVersicherung (@GeneraliVers) November 15, 2013

Das Jolie-Sujet wurde vergangene Woche in verschiedenen Medien (STANDARD-"Rondo", "Freizeit-Kurier", "profil" und "Falter" geschalten. Die Kritik ist für Marketingleiter Tilman Buchner "nicht nachvollziehbar". Das Sujet sei nur eines unter mehreren  Kommunikationslinie mit dem Motto "Um zu verstehen, muss man zuhören". Mit der Kampagne wolle man "die ganze Palette des Lebens" thematisieren, neben Freude eben auch die "Ängste und Nöte" der Menschen.

Laut Buchner würden die Kollegen aus Deutschland mit ihrem Tweet ausdrücken wollen, dass sie dafür nicht zuständig sind, sich aber nicht vom Inhalt des Sujets distanzieren. (red, derStandard.at, 15.11.2013)