Wien - Für die Nachfolge von Ernst Eugen Fabrizy an der Spitze der Generalprokuratur gibt es zwei Bewerber: Den Leiter der Oberstaatsanwaltschaft Wien, Werner Pleischl, und Franz Plöchl, Stellvertreter des derzeitigen Leiters. Das berichtet die "Presse". Fabrizy geht mit Ende November in Pension, die Nachbesetzung dürfte noch dauern: Bundespräsident Heinz Fischer wartet mit der Ernennung, bis die neue Regierung angelobt ist.

Dies betrifft in der Justiz auch die Neubesetzung an der Spitze des Verwaltungsgerichtshofes. Die Regierung hat Ende Juli als Nachfolger von Präsident Clemens Jabloner den bisherigen Vizepräsidenten Rudolf Thienel und an dessen Stelle Anna Sporrer, Juristin im Bundeskanzleramt, vorgeschlagen.

Für die Leitung der Generalprokuratur erstattet die Fachkommission einen Vorschlag an Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP), die diesen dann mit Zustimmung des Bundeskanzlers an den Bundespräsidenten weiterleitet.

Hohe Justizfunktion

Die Leitung der Generalprokuratur ist eine der höchsten Justizfunktionen. Die beim Obersten Gerichtshof angesiedelte staatsanwaltschaftliche Behörde versteht sich als "Rechtswahrer", zu ihren Aufgaben zählt unter anderem, die Republik Österreich vor Gericht zu vertreten und durch Rechtsmittel wie Nichtigkeitsbeschwerden über die "richtige Anwendung des Gesetzes" zu wachen. Fabrizy war seit 1. Jänner 2012 ihr Leiter. (APA, 18.11.2013)