Wien - Äußerst leichtsinnig hat ein Wiener agiert, der in seinem Heimatbezirk Favoriten einen metallischen Gegenstand gefunden und mit nach Hause genommen hat. Dieses stellte sich nämlich als Kriegsrelikt heraus. Die scharfe Stabbrandbombe musste vom Entminungsdienst entsorgt werden.

Der 41-Jährige hatte seinen Fund laut Polizei vor etwa zwei Monaten auf einem Acker im Bereich der Schwarzgrubergasse gemacht. Er nahm das Ding mit und legte es in der Einfahrt seines Einfamilienhauses ab, wo es die ganze Zeit seither liegen blieb.

Notruf gewählt

Erst am Sonntagabend machte sich der Mann die Mühe und recherchierte, um was es sich dabei handeln könnte. In einem Buch wurde er fündig, es handelte sich um eine sogenannte Stabbrandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Daraufhin wählte er den Notruf, woraufhin sich in weiterer Folge Spezialisten um die Entsorgung des gefährlichen Relikts kümmerten.

Aucham Montag wurde bei Baggerarbeiten auf einem ÖBB-Gelände in Floridsdorf verschiedene Kriegsgeräte entdeckt. Die Gegenstände, unter anderem ebenfalls Stabbrandbomben, dürften dort nach dem Krieg vergraben worden sein. (APA, 18.11.2013)