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Im Januar wurde ein Bitcoin noch mit 13 Dollar gehandelt, mittlerweile liegt er bei 550 Dollar.

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Turbulente Zeiten für die Kryptowährung Bitcoin. Vor wenigen Wochen noch krachte der Kurs von rund 200 Dollar infolge der Schließung des "Silk Road"-Onlineschwarzmarkts auf etwa 120 Dollar herab, befindet sich das elektronische Zahlungsmittel nunmehr wieder auf einem Höhenflug. Am 18. November lag der Kurs der Währung kurzfristig bei über 700 Dollar.

Und zwar war es Mt. Gox, wo der Umrechnungswert für einen Bitcoin auf bis zu 619 Dollar empor geschossen war, ehe er sich auf 560 bis 580 Dollar einpendelte, wie The Next Web schreibt. Bei CoinDesk, wo der Durchschnitt aller größeren Bitcoin-Börsen errechnet wird, blieb der Wert stets unter 550 Dollar. Vergangenen Jänner konnte ein Bitcoin noch um rund 13 Dollar erworben werden.

Mehr Interesse in China

Mittlerweile gibt es auch in China zunehmendes Interesse an der digitalen Währung, obwohl vor wenigen Tagen eine der kleineren Wechselstuben mit dem Geld ihrer Kunden verschwunden war. Erst vor kurzem hat die chinesische Börse BTC China den japanischen Handelsplatz Mt. Gox überholt und als Börse mit dem größten Handelsvolumen abgelöst.

Innerhalb von 30 Tagen wurden bei BTC China 298,4 Millionen Dollar in Bitcoins umgesetzt, bei Mt. Gox waren es 232,8 Millionen. Auf der slowenischen Plattform BitStamp wurden 200 Millionen Dollar verschoben. Investoren haben im Rahmen einer Funding-Runde zuletzt fünf Millionen Dollar in BTC China gesteckt.

Politiker legen Skepsis ab

Die US-Politik war der Kryptowährung bislang sehr skeptisch begegnet. Dies scheint sich, so das Wall Street Journal, aber langsam zu ändern. In einer Anhörung am Montag wurden Bitcoins erstmals von Offiziellen implizit als "legitim" bezeichnet. In der Vergangenheit wurde das Zahlungsmittel vor allem in Verbindung mit Geldwäsche und anderen kriminellen Aktivitäten gebracht.

"Das Justizministerium erkennt an, dass viele virtuelle Währungssysteme legitime Finanzdienste anbieten und das Potenzial haben, einen effizienteren globalen Handel zu fördern", der stellvertretende Staatsanwalt für die Ermittlungsabteilung des Ministeriums. Ben Bernanke, Chef der Federal Reserve, schrieb in einem Brief, dass Netzwährungen auf lange Zeit eine Chance böten, schnellere, sicherere und effizientere Zahlungssysteme zu schaffen. (red, derstandard.at, 19.11.2013)