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Apple-Anwalt McElhinny (Mitte) wird rassistische Argumentation vorgeworfen

Foto: ap

Der Patentstreit zwischen Apple und Samsung ist vor wenigen Tagen fortgesetzt worden. Beide Unternehmen beharren auf ihren Positionen, ein Vergleich ist nicht in Sicht. Nun soll eine Jury erneut feststellen, wieviel Schadenersatz Samsung an Apple zahlen muss. Ursprünglich festgesetzt wurden eine Milliarde Dollar. Der Ton zwischen beiden Technologie-Riesen wird dabei immer schärfer.

Rassistische Argumente

Apples Phil Schiller meinte beispielsweise, dass Samsung durch das Kopieren der Designs von Geräten das Ansehen des US-Unternehmens beschädigt hätte. Samsung kontert nun und behauptet, Apples Argumente wären rassistisch. Ausschlaggebend dafür dürfte ein Plädoyer von Apple-Anwalt Harold McElhinny gewesen sein.

Asiaten verdrängen Amerikaner

McElhinny argumentierte, dass US-amerikanische Hersteller von Fernsehern nicht genug auf ihr geistiges Eigentum geachtet hätten und heute deshalb nicht mehr existieren würden. "Wir wissen alle, was geschehen ist", zitiert Bloomberg den Apple-Anwalt. Dieses Argument bezeichnete Samsungs Anwalt Bill Price allerdings als rassistisches Vorurteil, dem zufolge Asiaten die guten Ideen amerikanischer Unternehmen stehlen und sie dann vom Markt verdrängen würden.

Jury wurde weggeschickt

"Ich habe das Wort Rasse nicht gesagt und ich habe nicht Asiaten gesagt", wehrte sich McElhinny darauf. Der Vergleich sei von ihm außerdem bereits in einem früheren Verfahren genutzt worden. Apples zweiter Anwalt Bill Lee, der selbst asiatische Wurzeln hat, verteidigte seinen Kollegen und meinte, er komme nicht zu demselben Schluss wie Price. Während der Auseinandersetzung der Anwälte schickte Richterin Lucy Koh die Jury allerdings aus dem Raum, um sie nicht zu sehr dadurch zu beeinflussen. (red, derStandard.at, 21.11.2013)