Damaskus - Kämpfer einer islamistischen Terrorgruppe wollen Schülerinnen in Syrien in den von ihnen kontrollierten Gebieten zum Tragen des Schleiers zwingen. Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter berichtete am Donnerstag, in einer Mädchenschule in Sarakib in der Provinz Idlib seien die Schülerinnen ab Klasse fünf per Flugblatt gewarnt worden, dass unverschleierte Mädchen künftig nicht mehr das Schulgelände betreten dürften.

Ähnliche Vorfälle habe es zuvor bereits in Schulen in der Provinz Aleppo gegeben. Dort habe die Gruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien (ISIS) Mädchen aufgefordert, ab sofort mit Gesichtsschleier zum Unterricht zu erscheinen. In einer Burschenschule habe man den Schülern erklärt, sie sollten künftig "nach pakistanischer Art" in weiten Hosen und langen Gewändern zur Schule kommen.

ISIS wird dem Terrornetz Al-Kaida zugerechnet. Al-Kaida-Anführer Ayman al-Zawahiri hatte allerdings vor einigen Tagen eine Botschaft veröffentlicht, in der er erklärte, die Vereinigung von Einheiten aus Syrien und dem Irak solle rückgängig gemacht werden, da sie zu Unfrieden geführt habe. (APA, 21.11.2013)