Wien - Zwar beinhaltet der ORF-Finanzplan für das kommende Jahr vorerst keine budgetären Kürzungen beim Spartenkanal ORF III. Dennoch wenden sich die unabhängigen Mitglieder des Kulturbeirats von ORF 3 mit einer Resolution an die Politik. Darin wird "eindringlich" aufgefordert, dem Kulturkanal die "notwendigen und gerechtfertigten Mittel zur Verfügung zu stellen".

Refundierung sei der "notwendige finanzielle Betriebsstoff

Im Schreiben, das an Bundespräsident Heinz Fischer, Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ), die Parlamentsparteien sowie die Landeshauptleute erging, wird auf die Abgeltung von "politisch veranlassten Gebührenbefreiungen" verwiesen. Die Refundierung sei der "notwendige finanzielle Betriebsstoff, um einerseits gesellschaftsrelevante Fragen, auch aus Wirtschaft, Wissenschaft und Pädagogik, erstmals regelmäßig für ein interessiertes Publikum aufzuarbeiten, und andererseits das bestehende Engagement im Bereich der kulturellen und künstlerischen Präsentation unseres Landes weiter zu verstärken".

Etabliert

ORF 3 zähle zwei Jahre nach der Gründung, trotz wirtschaftlicher wie personeller Ressourcenknappheit, "mittlerweile europaweit zu den erfolgreichsten Angeboten dieser Art" und habe etablierte Konkurrenzangebote wie Arte bereits "an Erfolg übertroffen". Durch die Fortsetzung der Gebührenrefundierung wäre die "dauerhafte Absicherung der Erfolgsgeschichte von ORF 3 zu ermöglichen", wie es in dem Schreiben heißt. Unterzeichnet wurde es u.a. von Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder, dem Künstler Erwin Wurm, der Autorin Julya Rabinowich und Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann. (APA, 26.11.2013)