Brüssel - Die Europäische Union hat das brutale Vorgehen der ukrainischen Polizei gegen pro-europäische Demonstranten in Kiew energisch verurteilt. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton kritisierte "den übermäßigen Einsatz von Gewalt durch die Polizei" in der ukrainischen Hauptstadt in der Nacht zum Samstag.

Die Demonstranten hätten lediglich "in starker und beispielloser Weise ihre Unterstützung für die politische Assoziierung und wirtschaftliche Integration der Ukraine mit der EU bekundet", heißt es in der Erklärung. Der "ungerechtfertigte Einsatz von Gewalt" widerspreche den Prinzipien, die noch am Freitag von den Teilnehmern eines Gipfeltreffens der EU mit ihren östlichen Nachbarn und auch vom ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch bekräftigt worden seien.

Da die Ukraine derzeit den Vorsitz in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa führe (OSZE) und am 5. Dezember ein OSZE-Ministertreffen plane, müsse sie "voll und ganz ihren internationalen Verpflichtungen zur Respektierung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit gerecht werden," so Ashton. Die EU fordere eine Untersuchung der Vorfälle, die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. (APA, 30.11.2013)