Paris/Bangui - Frankreich hat am Wochenende etwas mehr als 200 zusätzliche Soldaten für einen Militäreinsatz in die von Unruhen erschütterte Zentralafrikanische Republik gebracht. Wie das Verteidigungsministerium in Paris mitteilte, gehören dem auf dem Flughafen der Hauptstadt Bangui stationierten Kontingent unter anderem Übertragungs- und Kraftstoffexperten an. Damit sind bereits 600 französische Soldaten in Bangui.

Insgesamt sollen etwa tausend französische Soldaten für die Dauer von rund einem halben Jahr im Einsatz sein, um der Gewalt in dem krisengeplagten Land ein Ende zu bereiten.

Das mehrheitlich muslimische Rebellenbündnis Seleka hatte im März Präsident Francois Bozize gestürzt. Der neue Staatschef Michel Djotodia löste Seleka später auf, doch in dem Land herrscht weiter Chaos und Gewalt.

Die UNO warnte, dass die Krise in dem Land ohne rasches Eingreifen "unkontrollierbar" werden könne. Sie befürchtet einen "religiösen und ethnischen Konflikt" zwischen Muslimen und Christen. Paris reichte zu Beginn der vergangenen Woche einen Resolutionsentwurf im UNO-Sicherheitsrat ein. Diese sieht vor, die Truppen der Afrikanischen Union (MISCA) in der Zentralafrikanischen Republik zu verstärken und daraus eine schlagkräftige UN-Blauhelmtruppe zu machen. (APA, 2.12.2013)