Berlin/Essen - Die Essener Funke Mediengruppe darf die Tageszeitungen "Hamburger Abendblatt" und "Berliner Morgenpos"t von Springer übernehmen, zudem  Anzeigenblätter und Frauenzeitschriften. Das deutsche Kartellamt genehmigte diesen ersten von vier Schritten in einem 920-Millionen-Euro-Deal zwischen Springer und Funke. Dieser erste Teil schien dem Kartellamt "unbedenklich".

Springer will Funke auch seine Programmzeitschriften (darunter "Hörzu") verkaufen und mit den Essenern zwei Gemeinschaftsunternehmen für Vermarktung und Vertrieb gründen. Diese Schritte werden noch geprüft.

Springer erwartet, dass die noch ausstehenden Entscheidungen des Kartellamts im kommenden Jahr gefällt werden. Der Gesamtumfang der Transaktion bleibe unverändert. Einen Teil des Kaufpreises gewährt Springer als Kredit an die Funkes.

Springer gehören weiterhin Deutschlands auflagen- und reichweitenstärkste Tageszeitung "Bild" sowie der Qualitätstitel "Die Welt". Springer ist nach Auflagen bisher Nummer 1 im Markt, Funke liegt auf Platz 3.

Die Funke Mediengruppe in Familienbesitz hält in Österreich 50 Prozent an der Kronen Zeitung sowie knapp weniger als 50 Prozent am Kurier. Gemeinsamer Verlag ist die Mediaprint. Der Kurier besitzt zudem 25,3 Prozent an der Verlagsgruppe News, der mit Abstand größten Magazingruppe in Österreich. (red, DER STANDARD ,4.12.2013)