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 Aufnahmetests fuer das Medizinstudium könnten schon bald auch in Linz stattfinden.

Foto: apa/hans punz

Die Linzer Kepler-Universität (JKU) hat einen wesentlichen formalen Schritt für die Einrichtung der Medizinischen Fakultät vorgenommen: Der Universitätsrat und der Senat beschlossen die Gründung der Fakultät. Das teilte die JKU in einer Presseaussendung am Mittwoch mit.

In Oberösterreich drückt man aufs Tempo, weil das Studium schon im Herbst 2014 erstmals angeboten werden soll. Die Bundesregierung hat Mitte August im Ministerrat eine 15a-Vereinbarung zwischen Bund und Land Oberösterreich zur Gründung einer Medizinischen Fakultät in Linz beschlossen. Der notwendige Beschluss im Landtag erfolgte Anfang Oktober. Ein ebensolcher im Nationalrat steht noch aus. Das Einbringen des 15a-Vertrags ist Sache der neuen Bundesregierung, über deren Bildung noch verhandelt wird.

Vorbereitungen seit Sommer

Indes laufen in Oberösterreich seit dem Sommer die Vorbereitungsarbeiten. Neben der Fakultätsgründung an der Kepler-Universität zählen die Zusammenführung von zwei Landesspitälern und dem städtischen Krankenhaus in Linz zu einer Uni-Klinik und die Errichtung eines Campus-Gebäudes zu den Hauptaufgaben.

Geplant ist, dass die Ausbildung an der Linzer Medizin-Fakultät 2014 in Graz startet: Die ersten beiden Studienjahre (vorklinische Ausbildung) werden zunächst komplett an der Medizin-Uni Graz absolviert: 2014/15 und 2015/16 sollen je 60 Studenten zugelassen werden, ab 2016/17 sind es 120. Die eigentliche Ausbildung in Linz startet dann 2016/17, mittelfristig soll es 300 Anfänger-Studienplätze geben. Davon sollen 180 die volle Ausbildung in Linz absolvieren (inklusive vorklinische Ausbildung), 120 wechseln auch künftig erst nach dem Vorklinikum in Graz nach Linz.

Der Vollausbau der Medizin-Fakultät an der Uni Linz soll 2028 erreicht sein. Das Land und die oö. Gemeinden werden zu den Kosten insgesamt 225 Millionen Euro beitragen. Ab sofort können sich Studieninteressierte unter www.jku.at/humanmedizin über die laufenden Entwicklungen informieren. (APA, 4.12.2013)