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Wien - Der Seeadler (Haliaeetus albicilla) ist mit einer Flügelspannweite von 2,5 Metern die größte europäische Adlerart. Insgesamt erstreckt sich sein Verbreitungsgebiet von Grönland über fast die gesamte nördliche Hälfte Europas und Asiens bis zum Pazifik.

Die Art gilt heute nicht mehr als gefährdet, in Westeuropa - inklusive Österreich - war der Seeadler im 20. Jahrhundert jedoch bereits ausgestorben, oder genauer gesagt ausgerottet. Erst langfristige Schutzbemühungen führten dazu, dass sich die Tiere auch wieder in verlorenen Regionen ihres ehemaligen Verbreitungsgebiets ansiedeln konnten. In Österreich kam es im Jahr 2001 zur ersten erfolgreichen Brut seit dem Verschwinden. Und langsam entwickelt sich der Bestand wieder nach oben. 15 bis 20 Paare brüten hierzulande und rund 150 Adler überwintern in Ostösterreich. 

Das Projekt

Zum ersten Mal erfolgt nun entlang der gesamten Donau eine koordinierte Zählung der Raubvögel, gab der Nationalpark Donauauen bekannt. Der Nationalpark und das Netzwerk der Donauschutzgebiete "Danubeparks", die Umweltschutzorganisation WWF und die Vogelschutzorganisation BirdLife, die sich seit Jahren intensiv um den Schutz der Seeadler bemühen, haben dies initiiert.

In neun Donauländern wollen mehr als 300 ehrenamtliche Experten entlang von 3.000 Flusskilometern eruieren, wie viele Individuen an der Donau überwintern und wo die wichtigsten Überwinterungsgebiete sind. Dies soll Rückschlüsse auf den europaweiten Zustand der weit umherziehenden Seeadler-Population zulassen.

Die Ergebnisse der Zählung sollen noch am 12. Jänner im Rahmen eines Symposiums in Hainburg bekannt gegeben und eingeschätzt werden. (APA/red, derStandard.at, 4. 12. 2013)