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Android wird die "Wertigkeitslücke" zu iOS verkleinern, schätzt IDC.

Foto: Reuters

Das Jahresende naht und damit auch die Zeit für Rückblicke und Prognosen. Eine Voraussage über Entwicklungen im IT-Bereich 2014 liefern auch die Marktforscher von IDC.

Dort rechnet man mit einer guten Zukunft für Googles Android-Ökosystem als auch einem weiter starken Auftritt für Apples iOS. Microsoft hingegen wird zur Eile gemahnt.

Android wird profitabler

Apple, Google bzw. die Hardwarehersteller werden im mobilen Segment weiter deutlich wachsende Märkte bedienen, meinen die Analysten. Bei Tablets rechnet man mit einem Wachstum von 18 Prozent, bei Smartphones mit zwölf.

Weiterhin werden von den Herstellern von Android-Geräten – allen voran Samsung – insgesamt deutlich mehr Geräte verkauft werden, als von Apple. Der Marktanteil liegt bereits heute bei über 80 Prozent.

Für Microsoft tickt die Uhr

iOS wird dabei das profitablere Ökosystem bleiben. Apps für das System werden im Schnitt zu höheren Preisen verkauft werden und folglich mehr Umsatz generieren. Doch Googles Play-Marktplatz wird die "Wertigkeitskluft" signifikant verringern können, schätzt IDC.

"Die Uhr wird für Microsoft lauter ticken", meint man im Bezug auf Microsofts Windows Phone. Es gelte für die Redmonder, möglichst schnell mehr Interesse bei den App-Entwicklern zu generieren, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Cloud-Sektor wächst weiter stark

Auch zu anderen Bereichen äußern die IDC-Forscher sich. Sie rechnen mit einer Zunahme von 25 Prozent was Investitionen in die Cloud angeht. Damit würde das Gesamtvolumen nächstes Jahr erstmals 100 Milliarden Dollar übersteigen. Angetrieben wird das Wachstum dieses Marktes von Entwicklern, die mit immer neuen cloudbasierten Lösungen um die Gunst von Anwendern und Unternehmen rittern.

Big Data wird bedeutender

Zulegen soll auch "Big Data". Der Markt für entsprechende Technologien und Dienste wird nach IDC-Annahme um 30 Prozent auf über 14 Milliarden Dollar wachsen, währen die Nachfrage höher bleibt als das Angebot.

Man rechnet vor allem mit einem Rennen um den Bau von "datenoptimierten Cloudplattformen". Diese zwei Entwicklungen sollen gleichzeitig zu erhöhtem Bedarf an Rechenzentren führen, was in Folge den Markt für Server, Speicher und Netzwerkkomponenten stimuliert.

Schwache Aussichten für PC-Markt

Weniger rosig sieht es für den klassischen PC-Markt aus. Dieser wird weiter "unter Druck stehen". Prognostiziert wird ein weltweiter Gewinnrückgang um sechs Prozent. (red, derStandard.at, 05.12.2013)