New York - Die Wall Street hat sich am Freitag einheitlich fester aus der Handelswoche verabschiedet. Der Dow Jones Industrial legte um 198,69 Einheiten oder 1,26 Prozent auf 16.020,20 Zähler zu. Der S&P-500 Index verteuerte sich um 20,06 Punkte (plus 1,12 Prozent) auf 1.805,09 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index rückte um 29,36 Einheiten oder 0,73 Prozent auf 4.062,52 Zähler vor.

Die positive Tendenz zum Wochenausklang erklärten Marktteilnehmer damit, dass die starken Zahlen vom Arbeitsmarkt nicht "gut genug" für steigende Sorgen um eine baldige Drosselung der lockeren US-Geldpolitik gewesen seien. Im November ist die Arbeitslosenrate in den USA von 7,3 Prozent im Vormonat auf 7,0 Prozent und damit stärker als erwartet gefallen. Das ist der niedrigste Wert seit November 2008.

Auch nach Einschätzung des Fed-Mitglieds Charles Evans ist die jüngste Erholung am US-Arbeitsmarkt allein noch kein Anlass für eine Minderung der Geldflut durch die Notenbank. Evans sagte im Interview mit Reuters Insider TV, es wäre wünschenswert, wenn sich der Trend in den nächsten Monaten in weiter guten Jobdaten festigen würde.

Neben dem Arbeitsmarkt signalisiert auch das von der Universität Michigan erhobene US-Verbrauchervertrauen eine Konjunkturerholung in der weltgrößten Volkswirtschaft. Der Konsumklima-Index kletterte von 75,1 Punkten im Vormonat auf 82,5 Zähler und übertraf damit die Erwartungen der Analysten, die mit einem Anstieg auf 76 Punkte gerechnet hatten.

Unter den Einzelwerten fuhren die Aktien des Chipherstellers Intel mit plus 2,31 Prozent auf 24,82 Dollar das größte Plus im Dow Jones ein. Die Experten der Citigroup hatten die Aktien des Chipherstellers auf "Buy" hochgestuft. Den Analysten zufolge dürfte Intel von der Stabilität der Nachfrage nach PCs durch Unternehmen profitieren.

Im Branchenvergleich schnitten unterdessen die Öl- und Rohstoffwerte gut ab. So kletterten die Anteilsscheine von ExxonMobil um 1,61 Prozent auf 95,65 Dollar hoch. Das Unternehmen soll zusammen mit der türkischen TEC den Zuschlag für die Erschließung neuer Öl- und Gasfelder im Nordirak erhalten haben. Die Großbank HSBC nahm die Bewertung der Aktie mit "Underweight" auf. Auch Chevron stiegen um 0,98 Prozent auf 122,29 Dollar. HSBC startete die Coverage der Aktie mit "Overweight".

Während im Dow Jones lediglich Kursgewinne zu Buche standen, büßten die Anteilsscheine von Apple (minus 1,39 Prozent) im technologielastigen Nasdaq klar an Wert ein. Hingegen schnellten Insignia um satte 9,34 Prozent auf 2,81 Dollar hoch, nachdem der Konzern ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt hatte. (APA, 6.12.2013)