Wien/Sofia (APA) - Im Zuge der Turbulenzen um die geplatzte Teilnahme des früheren US-Präsidenten Bill Clinton an der Gala des Center for Dialogue and Cooperation (CGDC) am Mittwochabend hat nun ein Gründungsmitglied, der frühere Verteidigungsminister Werner Fasslabend, seine Mitgliedschaft zurückgelegt,. Dies erklärte Fasslabend am Freitag in der ZiB2 des ORF.

Grund für die überraschende Absage von Bill Clinton für die Gala des Center for Global Dialogue and Cooperation (CGDC) in Wien am Mittwochabend könnten laut Spekulationen der "Presse" Vorwürfe gegen den Generalsekretär des Veranstalters sein. Stamen Stantschew wurde am Tag zuvor von einem rumänischen Gericht in Abwesenheit zu elf Jahren Haft wegen Vorwürfen der Wirtschaftsspionage verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, Stantschew hat dagegen berufen. In der Tageszeitung "Die Presse" wurde darüber spekuliert, dass der ehemalige US-Präsident Bill Clinton diese Woche in Wien mit dem iranischen Ölminister Bijan Namdar Zanganeh zusammentreffen hätte sollen.

Der bulgarische Staatsbürger Stantschew steht demnach im Mittelpunkt einer Affäre, in der auch zwei ehemalige rumänische Minister verurteilt wurden. Ihnen wird Korruption im Zuge von Privatisierungen zum Vorwurf gemacht. Stantschew soll nach Ansicht des Gerichts neben Spionagetätigkeit auch an der Gründung einer transnationalen Verbrechergruppe beteiligt gewesen sein. Für Stantschew gilt die Unschuldsvermutung.

Bilder von Clinton wurden am Freitag in der Nacht noch auf der Homepage der CGDC gezeigt. Diese zeigen ihn allerdings beim Besuch der Veranstaltung im Vorjahr. (APA, 7.12.2013)