Bild nicht mehr verfügbar.

Rapids Tormann Jan Novota hatte in Wolfsberg viel zu viel zu tun. Immerhin er war ganz gut.

Foto: APA/Eggenberger

Wolfsberg - Das Spielfeld in der Lavanttal-Arena war nur halbgefroren, also konnte am Sonntagnachmittag darauf halbwegs vernünftig Fußball gespielt werden. Wobei die Gäste, also Rapid, nicht wirklich Halt fanden. Der WAC dominierte, was historisch gesehen keine Überraschung war. Die Kärntner haben nämlich noch nie gegen Rapid verloren. Bei sechs Gelegenheiten.

Trainer Zoran Barisic verzichtete freiwillig auf die Routiniers Steffen Hofmann und Branko Boskovic, unfreiwillig auf den gesperrten Christopher Trimmel. Am Donnerstag steht in Kiew das Europa-League-Spiel gegen Dynamo an. Um aufzusteigen, ist ein Sieg notwendig. Gegen den WAC schoss Rapid vor der Pause kein einziges Mal aufs Tor, die Hausherren brachte es auf zehn Versuche, davon waren drei gefährlich. Michael Liendl riss die Partie an sich. Rapid bekam ihn überhaupt nicht in Griff.

Wichtige Punkte mit Blick nach hinten

Guido Burgstaller brachte die Gäste aus Wien zwar wider den Spielverlauf in Führung (51.), doch Mihret Topcagic gelang zehn Minuten später der Ausgleich für die Wolfsberger. Ein herrlicher Freistoß von Liendl (74.) sorgte für die endgültige Wende. Damit fiel Rapid einen Zähler hinter Aufsteiger Grödig auf Rang drei zurück. Auf Spitzenreiter Salzburg, der das Match der 19. Runde auswärts gegen Wiener Neustadt noch nachholen muss, fehlen dem Barisic-Team weiter zehn Zähler. Der WAC verbesserte sich durch den Sieg an die achte Stelle und vergrößerte den Vorsprung auf Schlusslicht Admira auf sieben Zähler.

Die Rapidler waren in der ersten Hälfte praktisch nicht vorhanden, der WAC dominierte das Spiel, nützte jedoch seine Chancen zunächst nicht. So hielt Rapid-Schlussmann Novota einen Kerhe-Schuss (16.) und rettete vor dem heranstürmenden Topcagic (25.). Ein Liendl-Freistoß fiel zu zentral aus, bereitete dem slowakischen Tormann aber trotzdem Probleme (34.).

Kurz nach dem Wechsel verwerteten die Hütteldorfer gleich ihre erste Möglichkeit, tja, eiskalt, als nach einem Querpass des zur Pause eingewechselten Wydra ein Burgstaller-Spitz unter der Latte einschlug. Auf der Gegenseite kam Topcagic zunächst im Duell mit Novota um Sekundenbruchteile zu spät (55.).

Sehenswerte Entscheidung

Doch in Minute 61 ließ der WAC-Stürmer dem Rapid-Goalie nach einem Einwurf von Standfest mit einem perfekten Schuss von der Strafraumgrenze ins lange Eck keine Chance. Und nach einem Foul von Sonnleitner an Topcagic knapp vor dem Sechzehner zirkelte der Kapitän den Ball perfekt über die Mauer ins Eck und brachte die Mehrzahl der 4.300 Zuschauer in der Lavantal-Arena erneut zum Jubeln. In der Folge spielte der WAC den Erfolg sicher nach Hause. Rapid muss auf die achte Gelegenheit warten. (red/APA, 8.12.2013)

Fußball-Bundesliga (19. Runde):

WAC - SK Rapid Wien 2:1 (0:0). Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 4.300 Zuschauer, SR Eisner.

Tore: 0:1 (51.) Burgstaller, 1:1 (61.) Topcagic, 2:1 (74.) Liendl

WAC: Dobnik - Standfest, Hüttenbrenner, Rnic, Baldauf - Putsche - Kerhe, De Paula, Liendl, Gotal (93. Suppan) - Topcagic (89. Falk)

Rapid: Novota - Pavelic, Sonnleitner, Dibon, Schrammel - Behrendt, Petsos (82. Boyd) - Sabitzer, Schaub (46. Wydra), Burgstaller (83. Grozurek) - Starkl

Gelbe Karten: Baldauf bzw. keine