Bild nicht mehr verfügbar.

Foto: APA/BARBARA GINDL

Salzburg - Die Möglichkeiten für Asylwerber, Geld zu verdienen, sind sehr beschränkt. Laut Asylgesetz dürfen sie nach drei Monaten im Land gemeinnützig oder als Saisonkräfte im Tourismus arbeiten. Sie werden zudem nicht vom AMS vermittelt. Saisonal ergibt sich nun in Salzburg die Chance für einige Menschen, den Christkindlmarkt in der Altstadt sauber zu halten. Dadurch verdienen sie zu den 40 Euro Taschengeld noch rund 110 Euro dazu. Eine Lösung, von der beide Seiten profitieren: Der Magistrat ist mit der Arbeit der Asylwerber hochzufrieden, berichtet orf.at.

Es hätte noch nie so gut funktioniert wie in diesem Jahr, betont Marktamtsleiter Josef Breuer gegenüber orf.at. Denn natürlich spart die Lösung auch Personalkosten. Besonders bei Schnee werden alle Magistratsmitarbeiter und externen Reinigungsfirmen für die Räumung benötigt. Da kann es personell eng werden, berichtet Breuer. Auch die Marktfahrer freuen sich über die Sauberkeit und revanchieren sich mit Verpflegung.

Zum Nichtstun verdammt

Viele Asylwerber würden gerne mehr arbeiten, als es das Gesetz erlaubt. Doch ein Erlass aus der schwarz-blauen Regierungszeit verbietet allen Asylwerbern reguläre Arbeit. In einem Integrationsprojekt beschäftigt die Stadt Salzburg 60 Asylwerber in diversen Abteilungen. Meist helfen sie in Seniorenheimen mit, entfernen Laub von Friedhöfen oder arbeiten als Reinigungskräfte. Die Mitarbeiter kommen zum Beispiel aus Afghanistan, Pakistan, dem Irak, Georgien oder Bangladesch. Derzeit stehen mehr als 50 Asylwerber auf der Warteliste für gemeinnützige Arbeit.

Doch die bürokratischen Hürden sind hoch. Die gemeinnützige Arbeit in den Gemeinden ist zudem auf vier mal 120 Stunden im Jahr beschränkt. Der Stundenlohn beträgt vier bis sechs Euro. (jus, derStandard.at, 9.12.2013)