Dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe schlägt wegen eines neuen Gesetzes zur Bestrafung von Whistleblowern der Unmut der Wähler entgegen. Seine Zustimmungswerte sackten nach einer am Montag veröffentlichten Umfrage der Nachrichtenagentur Kyodo um 10,3 Punkte auf 47,6 Prozent.

Trotz massiver Proteste hatte die rechtskonservative Regierung das Gesetz vergangene Woche gegen den erbitterten Widerstand der Opposition durchs Parlament gepeitscht. Die Weitergabe "bestimmter Geheimnisse" zum Schutz der nationalen Sicherheit wird künftig mit bis zu zehn Jahren Gefängnis bestraft. Kritiker befürchten einen schweren Eingriff in die Pressefreiheit. (APA, 9.12.2013)