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Ann Cotten erhält Adelbert-von-Chamisso-Preis 2014.

Foto: APA/SUHRKAMP VERLAG

München - Die in den USA geborene, in Wien aufgewachsene und heute in Berlin lebende Autorin Ann Cotten erhält den mit 15.000 Euro dotierten Adelbert-von-Chamisso-Preis 2014. Sie werde für ihr bisheriges Gesamtwerk, insbesondere für ihren jüngsten Erzählungsband "Der schaudernde Fächer" ausgezeichnet, hieß am Montag in einer Aussendung der Robert Bosch Stiftung.

Cotten habe "der deutschen Gegenwartssprache auf hochpoetische Weise neue Impulse gegeben", befand die Jury und urteilte über "Der schaudernde Fächer": "Die nicht nur mit der abendländischen, sondern vor allem auch mit der japanischen Kultur vertraute Sprachavantgardistin legt darin 17 hochmusikalische Erzählungen vor, die sich souverän zwischen Poesie, Realismus und Abstraktion bewegen und sich dem Alltagsdeutsch unserer Zeit fantasievoll und radikal widersetzen."

Förderpreise

Die Förderpreise in Höhe von jeweils 7.000 Euro gehen an Dana Ranga für ihren Gedichtband "Wasserbuch" und an Nellja Veremej für ihren im Salzburger Verlag Jung und Jung erschienenen Roman "Berlin liegt im Osten".

Mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ehrt die Robert Bosch Stiftung herausragende Autoren, "deren Werk von einem Sprach- oder Kulturwechsel geprägt ist. Die Preisträger verbindet zudem ein außergewöhnlicher, die deutsche Literatur bereichernder Umgang mit Sprache." Der Preis wird 2014 zum 30. Mal vergeben und am 6. März in München überreicht. (APA, 9.12.2013)