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Antonio Conte, seines Zeichens Trainer von Juventus Turin.

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Soll endlich der Vergangenheit angehören: Leverkusener Katzenjammer nach entscheidenden Partien (im Bild: Stefan Kießling nach dem 0:5 gegen Manchester).

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Juventus Turin will die aktuelle Hochform auch in der Champions League ausspielen. Italiens Tabellenführer peilt am Dienstagabend (20.45 Uhr) in Istanbul den Aufstieg ins Achtelfinale an. Bereits ein Unentschieden reicht den schlecht in die Gruppe gestarteten Turinern, um in die K.o.-Phase einzuziehen.

Fernduelle um das Achtelfinale steigen in zwei weiteren Gruppen. Die in San Sebastian gastierenden Leverkusener brauchen in Gruppe A Schützenhilfe von Manchester United, um Schachtar Donezk noch vom zweiten Platz zu verdrängen. Benfica darf in Gruppe C gegen den nicht in voller Stärke einlaufenden Achtelfinalisten Paris St. Germain auf drei Zähler hoffen. Bei einem Heimsieg von Olympiakos gegen Anderlecht wäre dies aber bedeutungslos.

Zum besseren Freundschaftsspiel wird das Aufeinandertreffen zwischen dem FC Bayern und Manchester City in München. Beide Favoriten haben in Gruppe D bereits den Aufstieg fixiert. Nach einem 3:1 in Manchester könnte sich der in der Bundesliga unstoppbar scheinende Titelverteidiger mit David Alaba sogar eine knappe Niederlage leisten, um am Ende trotzdem als Gruppensieger dazustehen. Pep Guardiola strebt aber den sechsten Sieg an. "Ich habe viel Vertrauen in meine Mannschaft, aber wir treffen auf einen gefährlichen Gegner", mahnte der Bayern-Coach.

"Haben es uns nicht leicht gemacht"

Juventus feierte am Freitag mit einem 2:0 über den FC Bologna den siebenten Erfolg in der Serie A in Serie und blieb zum siebenten Mal auch ohne Gegentreffer. Italiens Meister schonte dabei einige Stammkräfte, Konzentration auf Istanbul war angesagt. "Wir wissen, dass es ein Finale wird und wir sind uns bewusst, dass das Spiel die Weggabelung für die Saison ist", kündigte Verteidiger Giorgio Chiellini selbstbewusst an. "Wir werden gut vorbereitet dort ankommen."

Vier Spiele blieb Juventus in der laufenden Gruppenphase zunächst ohne vollen Erfolg, dreimal davon gab es eine Punkteteilung. Mit einem 3:1 gegen den FC Kopenhagen Ende November erarbeitete sich Juve aber die Chance auf ein Endspiel. "Wir haben es uns nicht leicht gemacht, deshalb ist es nur richtig, dass wir die Situation nun lösen können", meinte Trainer Antonio Conte.

In Turin holte Galatasaray ein 2:2, nachdem die Türken nach einem Treffer von Didier Drogba bis zur 78. Minute mit 1:0 voran gelegen waren. Zuletzt mussten sich die Türken zur Hause Real mit 1:6 geschlagen geben. Die Madrilenen sind nach vier Siegen und einem Remis längst für das Achtelfinale qualifiziert und zum Abschluss in Kopenhagen zu Gast. Bei den Dänen darf Georg Margreitter auf Einsatzminuten hoffen.

Dortmund-Auftritt macht Bayer Mut

Bayer Leverkusen braucht im Kampf um das Achtelfinale Schützenhilfe in Manchester. Bei einem Sieg des Bundesliga-Zweiten in der letzten Begegnung bei Real Sociedad und einem gleichzeitigen Punktverlust von Donezk bei ManUnited ist Platz zwei sicher. Sollten die Ukrainer im Old Trafford verlieren, reicht Leverkusen sogar schon ein Unentschieden im Baskenland zum Weiterkommen. Denn das direkte Duell (4:0, 0:0) gegen die Ukrainer spricht klar für Bayer.

Darauf wollen sich die Werksmannen aber gar nicht erst einlassen. Das Bild von Leverkusner Hasenfüßen, welches erst beim 0:5 gegen ManUnited überzeugend aufgefrischt worden war, soll endlich Geschichte sein. Nach der bestandenen Reifeprüfung bei Borussia Dortmund ist das Selbstvertrauen wieder da. So schnell geht das, im Fußballgeschäft.

"Wenn man vor 80.000 Zuschauern in Dortmund so selbstbewusst auftritt, gibt es keinen Grund, das nicht auch in Spanien zu tun", sagt Sportchef Rudi Völler. Geht alles gut, hätte man bei der achten Teilnahme an der Königsklasse zum siebten Mal die Gruppenphase überstanden. Manchester ist ungeachtet der Misere in der Premier League bereits weiter (ein Punkt reicht zum Gruppensieg), Leverkusen droht insofern das Szenario, dass der angezählte United-Trainer David Moyes Spieler schont.

Benfica oder Olympiakos

Dies dürfte auch Benfica entgegenkommen. Die Portugiesen treffen zu Hause auf Paris St. Germain, wobei PSG-Coach Laurent Blanc einige Stammkräfte nicht nach Lissabon mitnahm. Zlatan Ibrahimovic, Thiago Silva und Alex schienen nicht im Kader auf. Den Aufstieg in den eigenen Händen hat jedoch Benficas Konkurrent Olympiakos Piräus. Die aufgrund der direkten Duelle auf Rang zwei liegenden Griechen wären mit drei Zählern im Heimauftritt gegen Anderlecht fix weiter. Die Belgier holten bisher nur einen Punkt. (APA/sid/red; 9.12.2013)