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Foto: REUTERS/Dominic Ebenbichler

Innsbruck/Wien - In der Debatte rund um falsche Angaben bei Almflächen hat die Tiroler Landesregierung einen Beschluss gefasst. Darin werde die Bundesregierung aufgefordert, dass die für die Almfutterflächen zuständigen Systempartner Agrarmarkt Austria, Landwirtschaftsministerium und Bauernkammern den Systemfehler bei der Flächenausweisung eingestehen, berichtete die "Tiroler Tageszeitung".

Mit diesem Eingeständnis könnten die Strafen und vielleicht auch die Rückforderungen für die Bauern entfallen. Das hoffe zumindest Agrarreferent LHStv. Josef Geisler (ÖVP), hieß es in dem Bericht. Wortwörtlich fordere das Land nämlich, dass ein systembedingter Behördenirrtum "dargetan wird".

Ex-EU-Kommissar Franz Fischler, der im Frühjahr als Chef der "Sonderkommission Alm" eingesetzt wurde, sei zwar skeptisch, was den Erfolg bei den Förderrückzahlungen betrifft. "Aber jeder Schritt, der dabei hilft, die Chancen der Einsprüche zu verbessern, ist zu begrüßen", zitierte die "TT" Fischler. Vor allem die Sanktionen müssten weg, hier benötige man so stichhaltige Argumente wie möglich. (APA, 11.12.2013)