Bild nicht mehr verfügbar.

In Zukunft soll von Veranstaltern aus einem Vormittagsflug kein Nachtflug mehr gemacht werden können.

Foto: APA

Vermerke in den Reiseunterlagen, die darauf hinweisen, dass die angegebenen Flugzeiten bei Pauschalreisen nur "vorübergehend" oder "unverbindlich" seien, sind laut Entscheid des Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe unzulässig. In einem entsprechenden Entscheid haben die Richter dem Bundesverband der Verbraucherzentralen Recht gegeben, und die Klauseln für gesetzeswidrig erklärt. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hatte gegen den Reiseveranstalter TUI geklagt, der auf das Festhalten an derartigen Klauseln bestand.

Für Reisende bedeutet das eine Stärkung ihrer Rechte, denn Reiseveranstalter sind somit dazu gezwungen, verbindliche Angaben bezüglich der Flugzeiten zu machen. Damit ist es nun nicht mehr möglich, dass der Veranstalter mit einem zeitlich günstigen Flug am Vormittag wirbt und zum tatsächlichen Reisezeitpunkt einen ungünstigen Nachtflug anbietet.

Laut einer Presseaussendung von TUI akzeptiere man die Entscheidung. Allerdings erwarte man negative Folgen für die Reisebranche, da "die Flexibilität bei der Planung von Charterflügen drastisch sinke", so Christian Clemens von TUI Deutschland. Die Verbraucherschützer würden dem Konsumenten einen "Bärendienst" erweisen, die Veranstalter hätten keine andere Wahl, als steigende Kosten nach in Kraft treten zumindest in Teilen an die Verbraucher weiterzugeben. (todt, derStandard.at, 11.12.2013)