Wien - Mit Servus TV wollte Dietrich Mateschitz nach eigenen Worten vor allem Fernsehen üben. Üben vor allem für einen internationalen Fernsehkanal, ob über Satellit oder Internet, der vor allem seiner Konzernmarke Red Bull dient.

Geübt wird noch länger: Für 2015 plane der Red-Bull-Konzern ein internationales, englischsprachiges Fernsehprogramm, berichtet der deutsche Branchendienst "Kontakter" von Gesprächen mit Produzenten. Die "Salzburger Nachrichten" erinnern daran, dass Mateschitz ihnen einen solchen Sender für 2014 angekündigt hat. Nun habe ihn der Konzernchef laut internen Infos wieder verschoben. "Wir können über mögliche geplante Projekte, die noch nicht ausgereift sind beziehungsweise in der Zukunft liegen, keine Auskunft geben", heißt es dazu in einer Reaktion von Red Bull.

Übungsfeld

Servus TV übt offenkundig noch. Pannen wie zuletzt eine minutenlange Liveübertragung des Morgenfernsehens von einer zeitbedingt menschenleeren Hochzeit, tonlos, weil ohne Mikro für den Standesbeamten, scheinen das zu bestätigen. Manche Eigenproduktionen, etwa das Kinomagazin, werden gestrichen oder bleiben unbudgetiert. (fid, DER STANDARD, 13.12.2013)