Lissabon/Frankfurt - Die Gläubigertroika aus Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Zentralbank (EZB) und Europäischer Kommission lehnt eine Lockerung der Sparpolitik für Portugal ab. Der Abgeordnete der Kommunistischen Partei Portugals, Miguel Tiago Crispim, sagte am Donnerstag nach einem Treffen mit Experten der Troika in Lissabon, diese hätten verlangt, den bisherigen Kurs fortzusetzen.

Der Abgeordnete Pedro Nuno Santos von der Sozialistischen Partei erklärte, die Strategie zur Entwicklung Portugals dürfe nicht auf Lohn- und Gehaltskürzungen aufbauen.

Cecilia Meireles, Abgeordnete der an der Regierungskoalition beteiligten rechtskonservativen Partei CDS-PP, sagte, die Regierung von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho und die sie tragenden Parteien seien gegen ein Modell, das auf Niedriglöhnen beruhe.

Die Troika hatte Portugal im Mai 2011 mit der Bereitstellung von Notkrediten in Höhe von 78 Milliarden Euro vor einer Staatspleite gerettet. Im Gegenzug forderte sie von dem Land rigide Sparmaßnahmen.

Nach Angaben der portugiesischen Regierung beenden die Inspektoren der Troika "im Lauf der kommenden Woche" ihre Überprüfung der Umsetzung des Hilfsplans von 2011. (APA, 12.12.2013)