Wien – Der letzte Diskussionspunkt im ORF-Stiftungsrat am Donnerstag deutete auf eine ablehnende Tendenz in den Regierungsparteien zur weiteren Abgeltung von Gebührenbefreiungen hin: Bürgerliche Stiftungsräte wollten von ORF-General Alexander Wrabetz wissen, ob manch Tweet von ORF-Redakteuren zur Regierung deren Social-Media-Richtlinien entspricht. Wrabetz versprach, mit den Journalisten zu reden und dies zu prüfen.

Als Beispiele fielen in der Sitzung der Vorwurf des Ideenmangels und der Unfähigkeit, ihn zu kommunizieren. Und die Aufforderung an Sebastian Kurz, erst sein Studium abzuschließen. Solche Äußerungen entsprächen nicht dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, wurde kritisiert. Hinter vorgehaltener Hand fielen dazu auch als "inquisitorisch" empfundene Fragen von ORF-Journalisten.

Der ORF erhielt bis heuer zweimal 50 und zuletzt 30 Millionen Euro im Jahr als Abgeltung der Gebührenbefreiungen von der Republik. Im Regierungsprogramm steht noch keine Verlängerung der Refundierung. (fid, DER STANDARD, 13.12.2013)