Bagdad - Bei einer Reihe von Anschlägen und Schießereien im Irak sind am Samstag mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. In dem überwiegend von Schiiten bewohnten Stadtviertel Bajaa in der Hauptstadt Bagdad starben sieben Menschen, als eine Autobombe detonierte, sagten Polizeibeamte und Mediziner. 16 Menschen wurden dabei verletzt.

Eine weitere Bombe explodierte am Stadtrand Bagdads auf einem Gemüsemarkt. Dabei starben drei Menschen und zehn wurden verletzt. In einem anderen Stadtteil wurden zwei Menschen bei einer Bombenexplosion in einem Restaurant getötet. Zudem kamen bei Schießereien fünf Soldaten ums Leben.

Der Irak wird derzeit von der schwersten Gewaltwelle seit mindestens fünf Jahren erschüttert. Nach Angaben der Vereinten Nationen starben seit Jahresbeginn mehr als 8.000 Menschen. Bagdad ist fast täglich Ziel von Angriffen. Sunnitische Aufständische, die häufig über Verbindungen zur Extremistenorganisation Al-Kaida verfügen, haben sich zuletzt zu mehreren großen Bombenanschlägen bekannt. Die radikal-islamische Gruppierung hat angesichts des Bürgerkriegs im Nachbarland Syrien und nach dem Abzug der US-Truppen Ende 2011 deutlich an Stärke gewonnen. (APA/Reuters, 14.12.2013)