Dell Österreich setzt verstärkt auf die Beratung und den Vertrieb durch Partner und möchte künftig intensiver den Markt der kleinen und mittleren Firmen bearbeiten. Derzeit hat der texanische IT-Konzern 1.400 Channelpartner, sie erwirtschaften rund 45 Prozent des österreichischen Gesamtumsatzes. Vor einem Jahr waren es erst 38 Prozent, so Regionalmanager Stephan M. Muehlemann.

Gesamtlösung

2014 soll der Anteil bereits bei 50 Prozent liegen - ganz im Gegensatz zum Heimmarkt USA, wo nach wie vor 80 Prozent der Dell-Hardware über den Direktverkauf abgesetzt wird. Ziel sei es, nicht nur Technik, sondern auch Dienstleistungen zu vermarkten. "Wir wollen nicht nur Hardware verkaufen, wir wollen diese in eine Gesamtlösung einbinden", so Muehlemann. Gemeint ist zum Beispiel die End-to-End-Lösung von Dell, die vom Benutzer bis hin zum Rechenzentrum reiche. Mit dem Ausbau des Partnerkonzepts nutze man das lokale Know How, was von den Kunden stark nachgefragt werde.

"Wir sind in Österreich mit den Zahlen sehr zufrieden und liegen in allen Kennwerten im oder über dem Plan. Das wird auch im vierten Quartal so sein", erwartet Muehlemann. Dell Österreich beschäftigt knapp 70 Mitarbeiter, lokale Bilanzzahlen werden mit Verweis auf die internationalen Vorgaben aus Texas nicht genannt.

Kein 100-Euro-Tablet

Weniger gut sei man konzernweit in der Vergangenheit das Thema Tablets angegangen, obwohl die Texaner noch vor Apple Tablets am Markt hatten. Allerdings habe man diese nicht gut vermarktet. Beibehalten werde der Focus auf höherwertige Endgeräte, ein 100-Euro-Tablet sei nicht der Zielmarkt von Dell, so der Regionalmanager.

Wachsen will Dell auch im Bereich Cloud Computing, allerdings werde es hierzulande keine eigene "Dell-Cloud" geben. Diese werde mit einem lokalen Partner betrieben. Hier sei Dell Schweiz schon etwas weiter. (APA, 15.12.2013)