Salzburg - Der Grüne Landtagsabgeordnete Cyriak Schwaighofer hat am Sonntag die Kritik des Dachverbandes der Salzburger Kulturstätten am Kulturbudget des Landes als "massiv überzogen" bezeichnet. Trotz stark gestiegener Schuldenlast sei das Budget für die freie Szene nicht gekürzt sondern - verglichen mit Ex-Kulturreferent David Brenners (SPÖ) ursprünglichem Voranschlag für 2014 - "sogar angehoben" worden.

Der Klubobmann und Kultursprecher der Grünen hat damit das von seinem Parteikollegen, Kultur-Landesrat Heinrich Schellhorn, vorgelegte Budget verteidigt. Schwaighofer listete einige Beispiele "zur Klarstellung" auf. Die Grünen hätten sich nie für ein "Sound of Music"-Museum begeistern können, "daher ist es ganz in unserem Sinn, dass diese Position (152.000 Euro) anderweitig eingesetzt wird".

Volksmusik: Minus drei Prozent

Das Mozarteum-Orchester erhalte gegenüber dem ursprünglichen "Brenner-Voranschlag" gerade einmal um ein Prozent mehr Subvention. Die Volksmusik müsse dagegen ein Minus von drei Prozent verkraften, ebenso die Volkskultur mit ihren Verbänden, erläuterte der Kultursprecher. Das Künstlersymposium "Ortung" solle in Absprache mit den Fachbeiräten auf völlig neue Beine gestellt werden und 2015 neu starten. "Aus diesem Grund ist auch erst wieder im Jahr 2015 eine Subvention nötig."

Die "kulturellen Zentren" - es handle sich dabei um viele Initiativen auf dem Land - würden gegenüber dem alten Voranschlag 2014 um ein Prozent mehr erhalten, "die Szene Salzburg sogar um drei Prozent mehr", erklärte Schwaighofer. Die Kritik an höheren Ausgaben für die "Burgen und Schlösser" geht für den Klubchef "völlig ins Leere", wie er betonte, "weil die 'Burgen und Schlösser' eigentlich eine 'Cash-Cow' für den Kulturbereich sind". Dort seien zwar höhere Ausgaben budgetiert, aber noch deutlich darüber hinausgehende Erlöse, denn die "Burgen und Schlösser" würden ins Kulturbudget fast eine Viertelmillion (225.100 Euro) zusätzlich einbringen.

Für Schwaighofer ist es ein "Grüner Erfolg", dass es Kultur-Landesrat Schellhorn gelungen sei, unter Beachtung der "dramatischen finanziellen Schieflage" des Landes "keinerlei dramatische Kürzungen" im Kulturbudget vornehmen zu müssen. (APA, 15.12.2013)