Sevilla - Drei Mitglieder einer notleidenden Familie in Südspanien sind nach dem Verzehr verdorbener Lebensmittel gestorben. Die Opfer sind ein Ehepaar und seine 14-jährige Tochter in Alcala de Guadaira, teilten die Lokalbehörden in der Kleinstadt in der Nähe der andalusischen Metropole Sevilla am Sonntag mit. Eine 13 Jahre alte Tochter wurde in einem Krankenhaus behandelt.

Die Familie habe sich unter anderem von Lebensmitteln ernährt, die ihr geschenkt worden und deren Haltbarkeitsdaten abgelaufen gewesen seien, berichtete die Nachrichtenagentur Efe. Angehörige der Toten dementierten allerdings Berichte, wonach die Familie von Nahrungsmitteln gelebt haben soll, die sie im Müll gesucht habe.

Job verloren

Der 61-jährige Familienvater hatte zu Beginn der Wirtschaftskrise seinen Job als Installateur verloren. Zusammen mit seiner 50 Jahre alten Frau sammelte er Pappkartons, Plastikbehälter und Altkleider ein, um mit dem Verkauf ein kleines Einkommen zu verdienen. Die Sozialbehörden teilten mit, die Familie habe nur gelegentlich Hilfen beantragt. (APA, 15.12.2013)