Gigabit-WLAN schickt das Netzwerkkabel in Rente: Selbst quer durch die meisten Wohnungen schafft es mehr Durchsatz als Fast Ethernet. So gelingt die schnelle Internet-Verbindung verlustfrei bis in die hinterste Ecke. Erstmals gibt es eine größere Auswahl an Gigabit-Routern, doch fehlt vielen eine entscheidende Funktion, schreibt das Computermagazin c't.

Knapp 700 MBit/s

Mit dem neuen Standard IEEE 802.11ac ist WLAN endlich flott genug, um das alte Versprechen des LAN-Kabel-Ersatzes einzulösen: "Im Test konnten wir unter optimalen Bedingungen knapp 700 MBit/s herauskitzeln, das ist siebenmal so viel wie bei einem Fast-Ethernet-Link und das Dreifache des Vorgängers 802.11n", berichtet c't-Redakteur Ernst Ahlers, der 13Gigabit-WLAN-Router auf den Prüfstand stellte und bei keinem gravierende Ausfälle feststellte.

Hardware

Das Gigabit-WLAN macht sich aber nur dann bemerkbar, wenn auch das verbundene Gerät über passende Hardware verfügt. Ein Notebook lässt sich am einfachsten über einen USB-Stick aufrüsten. Wer genug Experimentierfreude besitzt, tauscht die WLAN-Karte im Notebook gegen eine neue aus. Seinen Fernseher und andere Geräte ohne eigene WLAN-Fähigkeit kann man einfach mit einem Adapter ausrüsten, der zwischen Gigabit-Kabel und -WLAN vermittelt, eine sogenannte Bridge.

Je mehr Anwender das Gigabit-WLAN einsetzen, desto enger wird es im Funknetz so mancher Mehrfamilienhäuser. Praktischerweise gibt es die Technik DFS, die einen Router dazu befähigt, das ganze 5-GHz-Band zu nutzen. Allerdings sind viele Geräte nicht mit DFS ausgestattet. (red, 16.12. 2013)