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Heinrich Schmidinger ist Theologe.

Foto: apa/Techt

Wien - Der Rektor der Universität Salzburg, Heinrich Schmidinger (59), ist am Montag in Graz für eine weitere zweijährige Amtsperiode als Präsident der Universitätenkonferenz (uniko) bis Ende 2015 wiedergewählt worden. Das teilte die uniko in einer Aussendung mit. Schmidinger setzte sich gegen die Rektorin der Veterinärmedizinischen Universität Wien, Sonja Hammerschmid, durch.

Auch die bisherigen Mitglieder des uniko-Präsidiums, Gerald Bast (Universität für angewandte Kunst Wien), Christoph Badelt (Wirtschaftsuniversität Wien), Heinz Engl (Universität Wien), Christa Neuper (Universität Graz), Sabine Seidler (Technische Universität Wien) und Wolfgang Schütz (Medizinische Universität Wien) wurden wiederbestellt. Zusätzlich wurde Hammerschmid als Präsidiumsmitglied kooptiert.

Seit 2001 Rektor

Schmidinger ist seit 2001 Rektor der Uni Salzburg und seit 2011 uniko-Präsident. Nach einem Studium der Philosophie und Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom habilitierte er sich 1984 an der Universität Innsbruck. Er arbeitete als stellvertretender Leiter des Tyrolia-Verlages in Innsbruck und wurde 1993 zum Professor für Christliche Philosophie an die Theologische Fakultät der Uni Salzburg berufen.

Befürworter von Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen

Der Theologe gilt als Befürworter von sozial ausgewogenen Studiengebühren sowie von Zugangsbeschränkungen. Wiederholt hat er sich für eine flächendeckende Umsetzung der Studienplatzfinanzierung mit Zugangsregeln für alle Fächer ausgesprochen. Aus seiner privaten Freundschaft zum gerade abgelösten Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP), dessen Lektor er in seiner Tyrolia-Zeit war, hat Schmidinger kein Hehl gemacht. Das hinderte ihn aber nicht, eine Vielzahl der Entscheidungen des Ministers zu kritisieren - sei es in Sachen Studiengebühren oder Studienplatzfinanzierung. Töchterle selbst hob in einer Stellungnahme die wesentlichsten Charaktereigenschaften Schmidingers als Rektorenchef hervor: Er freue sich, "dass mit dem überaus erfolgreichen und angesehenen Rektor Heinrich Schmidinger ein ausgleichender und besonnener uniko-Präsident das Amt weiter innehaben wird".  (APA, 16.12.2013)