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Bei der letzten Pleite gegen Grödig war Walter Knaller noch nicht auf der Admira-Kommandobrücke.

Foto: APA/NEUBAUER

Grödig - Der SV Grödig will zum Abschluss eines ereignisreichen ersten Herbstes in der Fußball-Bundesliga noch einmal alle Kräfte mobilisieren. Mit einem Heimerfolg gegen die Admira am Dienstag (20.30 Uhr) würde der Aufsteiger sensationell auf Platz zwei überwintern. Trotz zwei Kantersiegen gegen das Schlusslicht im bisherigen Saisonverlauf sind die personell angeschlagenen Salzburger aber gewarnt.

Die ob des Punkteabzugs scheinbar hoch motivierte Admira sammelte in den vergangenen Runden fleißig Zähler. Mit einem Erfolg in der Untersbergarena könnten die aktuell zwei Punkte hinter Wacker liegenden Niederösterreicher die "Rote Laterne" sogar vor der Jahreswende abgeben. Für die Innsbrucker geht es am Mittwoch zu Hause gegen den in Hochform agierenden Spitzenreiter Salzburg.

7:1 und 4:0 endeten die bisherigen beiden Saisonvergleiche für Grödig - für den Neuling der höchste Heim- sowie höchste Auswärtssieg in der noch kurzen Bundesliga-Geschichte. Beide Mal beendete die Admira das Spiel in Unterzahl, in Grödig wurden gleich drei Südstadter des Feldes verwiesen. Die herbe Pleite am 3. August war auch verantwortlich für das Ende von Toni Polster als Admira-Coach.

"Alles rauspressen"

Seither gelang unter Oliver Lederer und Walter Knaller der sportliche Aufschwung. Zuletzt jubelten die Maria Enzersdorfer über ein 3:0 gegen Wacker. "Wir haben wirklich Bewahrenswertes geschafft. Das kann jeder einzelne mitnehmen in seine weitere Karriere", meinte Knaller mit Blick auf die letzten Wochen. Nun will man auch den Sprung auf Platz neun schaffen. "Wir wollen in letztem Spiel noch einmal aufs Ganze gehen und alles rauspressen, was wir an Power noch drin haben", betonte Admiras Trainer.

Das gilt auch für Grödig. Die Hausherren gehen mit großen Personalsorgen in die Partie. Neben Ione Cabrera, Lukas Schubert und Tadej Trdina fehlt auch der gesperrte Thomas Salamon. Mit Mario Leitgeb, Marvin Potzmann und Christian Hayden sind drei Akteure fraglich. "Wir blasen aus dem letzten Loch", meinte Trainer Adi Hütter.

Klar ist jedoch, dass Grödig bis zum Frühjahresauftakt am 8. Februar 2014 nachbessern muss. Schon allein die Suspendierungen von Dominique Taboga und Thomas Zündel müssen in der Abwehr kompensiert werden.

Die Admira hat mit dem Heimerfolg gegen Wacker ihr Weihnachtsgeschenk schon bekommen. "Jetzt wollen wir noch einen Schritt weiter tun. Vielleicht schaffen wir heuer noch den Sprung. Wenn nicht, lebt die Chance noch weitere 15 Spiele lang", sagte Knaller, der mit seiner Mannschaft Dienstagfrüh Richtung Salzburg aufbrechen wird. In Grödig fehlen wird der gesperrte Spielgestalter Stefan Schwab, ihn soll Lukas Thürauer vertreten.

21. Bundesliga-Runde

SV Grödig - FC Admira Wacker Mödling (Untersbergarena, 20.30 Uhr, SR Schüttengruber). Bisherige Saisonergebnisse: 7:1 (h), 4:0 (a).

Grödig: Stankovic - Handle, Tschernegg, Karner, Potzmann - Nutz, M. Leitgeb/Elsneg - Huspek, Tomi, Boller - Zulechner

Ersatz: Fend - Hayden, Pfeilstöcker, Oberst, Gimpl, Karibasic, Sigurdsson

Es fehlen: Salamon (gesperrt), Cabrera (Knöchelverletzung), Strobl (Fußverletzung), Schubert (Herzmuskelentzündung), Trdina (Fersenprobleme)

Fraglich: Leitgeb (Verdacht auf Gehirnerschütterung), Potzmann, Hayden (beide angeschlagen)

Admira: Kuttin - Auer, Windbichler, Schösswendter, T. Weber - Ebner - Schick, Toth, Thürauer, Domoraud - R. Schicker

Ersatz: Leitner - Katzer, Zwierschitz, Drescher, Rusek, Burusic, Sax, Ouedraogo

Es fehlen: Schwab (gesperrt), Schachner (Achillessehnenentzündung), Pranjic (Bänderriss im Knöchel)