Güssing - In Güssing im Südburgenland ist am Montag ein 21-Jähriger beim Hantieren mit einem selbst gebastelten Sprengkörper schwer verletzt worden. Zu dem Zwischenfall kam es, als der Mann den Sprengkörper aus der Hosentasche nahm. Dabei dürfte er nach Angaben der Landespolizeidirektion unabsichtlich an der Zündschnur gezogen haben. Eine Detonation war die Folge.

Der 21-Jährige hatte sich mit einem Freund am Balkon eines Wohnhauses aufgehalten, so ein Polizei-Sprecher zur APA. Dabei soll er plötzlich den Sprengkörper aus der Tasche geholt haben: "Offensichtlich hat er bei der Schnur angezogen." Bei der folgenden Explosion zog sich der 21-Jährige schwerste Verletzungen an der rechten Hand zu.

Er war unmittelbar nach dem Unfall ansprechbar, hieß es. Ein Notarzthubschrauber flog ihn ins Krankenhaus, wo er am Nachmittag operiert wurde. Lebensgefahr bestehe laut Exekutive nicht. Die Polizei hat Erhebungen eingeleitet. "Sprengstoffsachverständige sind vor Ort", so der Sprecher. Näheres über die Beschaffenheit des Sprengkörpers war zunächst nicht bekannt. (APA, 16.12.2013)