Die USA verweigern Deutschland nach einem Bericht der "New York Times" den Abschluss eines sogenannten Anti-Spionage-Abkommens. Dies habe die US-Sicherheitsberaterin Susan Rice bei Gesprächen in Berlin deutlich gemacht, berichtet das Blatt am Montag unter Berufung auf einen deutschen Regierungsbeamten. "Die USA wollen keinen Präzedenzfall schaffen", sagte ein Beamter der Zeitung.

Abhörskandal

Forderungen nach einem solchen Abkommen waren laut geworden, nachdem vor rund zwei Monaten bekannt wurde, dass der US-Geheimdienst das Handy der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel überwacht hatte. Die Vereinbarung sollte gegenseitiges Abhören untersagen oder enge Grenzen setzen. Auch Österreich hatte wiederholt ein sogenanntes "No-Spy-Abkommen" mit den USA gefordert.

Update

Die deutschen Behörden wollen aber weiterverhandeln. Ein Bericht der "New York Times", nach dem die geplante Vereinbarung am Widerstand der USA gescheitert sei, wurde am Dienstag in deutschen Regierungskreisen klar dementiert. (APA, 17.12.2013)