Kein rosiges Bild zeichnet eine aktuelle Studie von "mediareports Prognos" für gedruckte Zeitungen in den kommenden Jahren. Die verkaufte Auflage von österreichischen Tageszeitungen werde demnach bis 2017 um rund 200.000 Stück auf 1,7 Mio. zurückgehen. Ähnlich sieht die Prognose für Deutschland und die Schweiz mit Rückgängen von 4,5 Mio. bzw. 0,5 Mio. Exemplaren aus.

Demnach werden "trotz Wachstum in digitalen Geschäftsfeldern und steigenden Zeitungspreisen" die Gesamtumsätze für 2017 unter jenen des Vorjahres liegen. "Der zunehmenden digitalen Informationsverbreitung und -rezeption hat die gedruckte Zeitung wenig entgegenzusetzen", heißt es in einer Aussendung zur von Kommunikationswissenschafter Josef Trappel herausgegebenen Studie. Ein schneller Umstieg auf rein digitale Angebote sei aber angesichts der derzeit überschaubaren Zahl von zahlenden Digitalkunden noch nicht sinnvoll.

Chancenreiche Hybridmodelle

"Gedruckt wird nicht mehr jeden Tag", prognostizieren die Medienforscher für die Zukunft. Chancen würden sich dabei für Hybridmodelle aus einem "aktualitätsorientierten Digitalangebot und einer wöchentlich erscheinenden Printausgabe mit Analysen, Reportagen, Hintergrundberichten und Interviews" ergeben. Damit werde nicht nur den sich verschiebenden Medienbudgets Rechnung getragen, sondern seien auch Einsparungen bei Druck- und Vertriebskosten möglich. An auflagestarken Tagen könnten zudem "die Einnahmen aus Anzeigen- und Beilagenwerbung weitgehend erhalten werden". (APA, 17.12.2013)