Brüssel - Der Franzose Jean-Pierre Bourguignon wird neuer Chef des Europäischen Forschungsrats. Der Mathematiker folgt Anfang 2014 der österreichischen Soziologin Helga Nowotny, wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte.

Der Forschungsrat hat in den kommenden sieben Jahren 13,1 Milliarden Euro zur Verfügung, um europaweit Grundlagenforschung zu fördern. Spitzenforscher können Stipendien von bis zu 3,5 Millionen Euro bekommen.

Posten aufgewertet

Bourguignon war von 1994 bis 2013 Direktor eines internationalen Forschungsinstituts für Mathematik und theoretische Physik (I.H.É.S.) in Paris. Sein neuer Posten beim EU-Forschungsrat wurde deutlich aufgewertet. Im Gegensatz zu seiner Vorgängerin bekommt der Franzose ein Büro in Brüssel und mehr Zuständigkeiten. Auch beim Budget des Forschungsrates gibt es ein dickes Plus. Im Zeitraum 2007 bis 2013 lag es bei lediglich 7,5 Milliarden Euro. Davon floss gut eine Milliarde Euro in deutsche Forschungsprojekte. (APA, 17.12.2013)