Graz/Frohnleiten - In der Steiermark haben sich in den späten Abendstunden des Mittwochs zwei tödliche Wohnungsbrände ereignet, die durch eine Kerze bzw. eine nicht ausgedämpfte Zigarette verursacht wurden. In Frohnleiten starb ein 84-jähriger Pensionist, in Graz stieß die Feuerwehr in einem Abbruchhaus auf eine männlichen Toten, der als 51-jähriger Grazer identifiziert wurde.

Der Brand in einem Mehrparteienhaus im Ortszentrum von Frohnleiten (Bezirk Graz-Umgebung) war kurz vor 21.00 Uhr von einem Nachbarn entdeckt worden. Der Mann drang noch bis ins Stiegenhaus vor, da aber die Türe der brennenden Parterrewohnung versperrt war, musste er sich darauf beschränken, die anderen vier Parteien sowie die Feuerwehr zu alarmieren. Im Zuge des Löscheinsatzes stießen dann die Einsatzkräfte auf die verkohlte Leiche des 84-jährigen Wohnungsbesitzers. Wie sich herausstellte, war das Feuer im Wohnraum des allein wohnenden Pensionisten ausgebrochen, vermutlich durch eine vergessene Kerze.

Kurz vor Mitternacht gab es dann Brandalarm in Graz-Andritz: Eine Polizeistreife hatte auf Patrouillenfahrt in der Grabenstraße Rauch bemerkt, der aus einem Abbruchhaus aufstieg. Die verständigte Berufsfeuerwehr löschte das Feuer. Dabei wurde im ersten Stock des Gebäudes eine unbekannte männliche Leiche entdeckt. Bei dem Toten handelte es sich um einen 51-jährigen Obdachlosen, der vermutlich mit einer glimmenden Zigarette eingeschlafen war. Der Mann hatte immer wieder in dem Abbruchhaus Unterschlupf gesucht und schon im vergangenen Sommer mit einer Kerze einen Brand verursacht, der aber noch glimpflich ausgegangen war. Damals war er nur leicht verletzt worden. (APA, 19.12.2013)