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Die US-Wirtschaft zieht, was das Wachstum betrifft, Europa davon.

Foto: Reuters/Young

Washington - Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal so stark gewachsen wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt legte zwischen Juli und September 2013 mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 4,1 Prozent zu, wie das Handelsministerium am Freitag mitteilte. Es korrigierte damit seine frühere Schätzung von 3,6 Prozent nach oben. Die weltgrößte Volkswirtschaft wuchs damit mehr als drei Mal so schnell wie Europas Nummer eins, Deutschland. Dazu trugen steigende Investitionen der Unternehmen ebenso bei wie wachsende Konsumausgaben der Verbraucher.

2014 dürften die USA noch ein Schäuflein zulegen. Der Internationale Währungsfonds rechnet dann mit einem Wirtschaftswachstum von 3,6 Prozent, nachdem es im zu Ende gehenden Jahr rund drei Prozent sein dürften. Zum Vergleich: Österreichs Wirtschaft soll nach den Erwartungen der heimischen Wirtschaftsforscher real um 1,7 Prozent wachsen.

Auch wegen der guten Aussichten hat die US-Notenbank Fed in dieser Woche den Ausstieg aus ihrer extrem lockeren Geldpolitik eingeleitet. Peu à peu soll das Wertpapier-Kaufprogramm von derzeit 85 Mrd. Dollar (62,19 Mrd. Euro) verringert werden. Der Leitzins dürfte aber noch bis in das Jahr 2015 bei nahe null Prozent verharren. (APA, 20.12.2013)