Sanaa - Zwei Wochen nach einem Anschlag mit 56 Toten in Jemens Hauptstadt Sanaa hat sich der jemenitische Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida (AQAP) für den Angriff entschuldigt. "Wir geben unseren Fehler zu und sprechen den Familien der Opfer unsere Entschuldigung und unser Beileid aus", sagte der AQAP-Militärchef Kassem al-Rimi in einem Video, das am Samstagabend veröffentlicht wurde.

Die Angreifer waren am 5. Dezember in das jemenitische Verteidigungsministerium eingedrungen und hatten dort 56 Menschen getötet, darunter auch zwei Deutsche, die für die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Jemen arbeiteten. Auf Bildern von Überwachungskameras, die das staatliche Fernsehen nach dem Anschlag ausstrahlte, war unter anderem zu sehen, wie ein schwer bewaffneter Angreifer in den Fluren eines Krankenhauses auf dem Ministeriumsgelände Zivilisten und Ärzte kaltblütig erschießt.

Nach Angaben von al-Rimi richtete sich der Anschlag eigentlich gegen einen US-Drohnenkontrollraum auf dem Gelände. "Wir haben unsere Kämpfer aufgefordert, das Krankenhaus und den Gebetsraum zu verschonen", sagte er in dem Video. Einer der Angreifer habe sich aber nicht an die "Anweisung" gehalten und auch in dem Krankenhaus um sich geschossen. Al-Rimi bot den Hinterbliebenen deshalb eine Entschädigung an. (APA, 22.12.2013)