Bild nicht mehr verfügbar.

Dezember 2013: ISIS-Kämpfer treffen sich mit Studenten in einer Hochschule in Al-Raqqa.

Foto: AP

Beirut - In der nordsyrischen Stadt Aleppo haben islamistische Rebellen laut Aktivisten das Hauptquartier der Jihadisten-Gruppe Islamischer Staat im Irak und in der Levante (ISIS) eingenommen. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch mitteilte, übernahmen Kämpfer verschiedener islamistischer Rebellengruppen die Kontrolle über das Kinderspital, in dem sich die ISIS-Zentrale befindet.

In den vergangenen Tagen hatte mehrere Rebellengruppen eine Offensive gegen die ISIS-Organisation gestartet. Die dem Al-Kaida-Netzwerk nahestehende Organisation rief daraufhin in einer am Dienstag über jhadistische Webseiten verbreiteten Audiobotschaft zur "Vernichtung" der gegen sie kämpfenden Aufständischen in Syrien auf. "Keiner von Euch wird überleben", hieß es an die gegnerischen Rebellen gerichtet.

Seit dem Ausbruch der Kämpfe am Freitag wurden nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte 274 Menschen getötet, unter ihnen 46 Zivilisten. Ihren Angaben zufolge befreiten die Rebellen in dem Krankenhaus in Aleppo dutzende Menschen, die dort von ISIS gefangen gehalten wurden. Was aus den "Hunderten" ISIS-Kämpfern in dem Hauptquartier geworden ist, sei dagegen unklar.