Den Haag - Einer der größten niederländischen Rentenfonds hat seine Zusammenarbeit mit fünf israelischen Banken beendet. PGGM habe sich zu dem Schritt entschlossen, weil die Geldinstitute in die "Finanzierung israelischer Siedlungen in besetzten Palästinensergebieten involviert" seien, erklärte der Rentenfonds am Mittwoch. PGGM verwaltet nach eigenen Angaben rund 153 Milliarden Euro.

Erst Anfang Dezember hatte die größte niederländische Trinkwassergesellschaft Vitens eine erst kurz zuvor vereinbarte Zusammenarbeit mit den staatlichen israelischen Wasserwerken Mekorot wieder gekündigt und dafür ebenfalls politische Gründe angegeben. Mekorot liefert auch Trinkwasser an israelische Siedlungen auf palästinensischem Gebiet und sah sich Vorwürfen der Diskriminierung von Palästinensern ausgesetzt.

PGGM erklärte, mit den fünf Banken wiederholt über das Problem der Siedlungsfinanzierung gesprochen zu haben. Da sich aber in naher Zukunft keine Änderung der Praxis abzeichne, habe der Pensionsfonds beschlossen, die Zusammenarbeit zum Jahreswechsel zu beenden. Die israelische Siedlungspolitik verstoße gegen internationales Recht und sei ein Hindernis bei der Zweistaatenlösung des Nahost-Konflikts, betonte PGGM den eigenen Standpunkt. (APA, 8.1.2014)